Rassenportrait:   Heilige Birma


Geschichte:

 Am Fuße des Lugh-Gebirges im ehemaligen Birma (zwischen
Thailand und Indien) befand sich der große Tempel Lao-Tsun.
In ihm lebte der ehrwürdige Priester Mun Ha. Er hatte sein Leben
der blauäugigen Göttin der Seelenwanderung Tsun Kyankze ge-
widmet, wie alle anderen Mönche in diesem Tempel. Mun Ha hatte
einen Kater namens Sinh. Dieser hatte weißes Körperfell,
bernsteinfarbene Augen. Ohren, Nase, Schwanz, Beine und Pfoten
waren dunkel wie der Boden. Sinh war der treue Begleiter des
Kittah Mun Ha.                                                                                                                                        
    Chateau de Choers Ramazzotti
Eines Tages griff ein feindlicher Stamm aus Siam die umliegenden                           
Züchter / Besitzer: Fam. Fritzsche, Mülsen
Dörfer des Tempels an, so dass auch Gefahr für den Tempel bestand.
Zu diesem Zeitpunkt verstarb Mun Ha.
Da geschah ein Wunder: Die
Göttin vollzog eine Seelenwanderung in den Kater. Dieser sprang
zuerst auf den Thron, dann auf das Haupt des soeben verstorbenen
Priesters. Dabei blickte der Kater un-verwandt auf die Statue der
goldenen Göttin mit den blauen Augen. Plötzlich wurden die Augen
des Katers blau wie die der Göttin und sein Fell färbte sich goldgelb.
Seine Pfoten, die den Körper seines verstorbenen Priesters berührten,
wurden weiß. Sie waren das Zeichen der Reinheit.
Nun wendete Sinh seinen Blick von der Göttin ab und blickte auf das
Südtor. Die Mönche verstanden diesen Wink, schlossen die schweren
Tore des Tempels und konnten so den Tempel vor den Räubern retten.

Alle Tempelkatzen hatten nun die goldgelbe Farbe angenommen,
und ihre Augen waren blau. Als Zeichen der Reinheit trugen sie
alle weiße Pfoten.
                                                                                                                                                                                       Chateau de Choers Ussouri
                                                                                                                                                                                                                                 Züchter: Fam. Fritzsche, Mülsen
Gesamterscheinung:
                                                                                                                                                                      Besitzer:  Sandra Fritzsche, Fellbach

Bereits 1925 wurde diese bezaubernde Katzenrasse in Frankreich
anerkannt und ein erster Standard festgelegt. Birma stammen wahr-
scheinlich aus einer Kreuzung zwischen Siamesen, Angorakatzen und
thailändischen Hauskatzen. Bereits in den 30er Jahren gab es auch in
Deutschland Birmazüchter. Jedoch gab es nach dem 2. Weltkrieg in
Europa nur noch sehr wenige Exemplare. Nachdem 1955 der Bestand
in Frankreich wieder gesichert war, wurde ein Pärchen nach England
exportiert, und die Heilige Birma ist seit 1966 auch dort als Rasse

anerkannt. 1964 wurde die „Großmutter“ der deutschen Linien von
Frankreich importiert. Sie sollte eigentlich in die damalige DDR gehen,
gefiel aber der Züchterin „von Assindia“ so gut, dass sie dort blieb und
für erfolgreichen Nachwuchs sorgte.
Waren anfangs nur die Grundfarben sealpoint und bluepoint bekannt,
wurde durch das Ein-kreuzen anderer Rassen eine breite Zuchtbasis
und neue Farben geschaffen (z. B. Tabby- und Tortie-Varianten sowie
neuerdings Silbervariationen).

Die Birmakatze ist eine stämmige mittelgroße Katze mit kräftigen                                     
Chateau de Choers Winona
Beinen. Ihr Fell ist halblang, d. h. am Rücken, Bauch und Schwanz                          
         Züchter: Fam. Fritzsche, Mülsen
lang, die anderen Partien kurz . Das Fell weist eine seidige Textur auf                           
 Besitzer: Sonja Damm, Leipzig
und filzt nicht. Deshalb ist es sehr pflegeleicht. Das Körperfell ist
elfenbeinfarbig mit einem goldigen Schimmer, variiert aber je nach
Pointfarbe. Wie alle Maskenkatzen muss die Heilige Birma blaue
Augen haben. Das besondere Rassemerkmal dieser Katzen sind ihre
weißen Handschuhe an den Vorderpfötchen sowie die weißen Stiefel
an den Hinterpfötchen, die an der Unterseite zu den Sporen
(ein umgekehrtes „V“) auslaufen müssen.

 

Charakteristika

Birmakatze (Heilige Birma)

Haarart:

Halblanghaar

Herkunftsland:

Frankreich

Größe:

mittelgroß bis groß

Pflege:

bürsten und kämmen nur bei Bedarf notwendig

Wesen:

ruhig, anhänglich, ausgeglichenes Temperament, sehr verschmust und sehr verträglich

 

 

 

 

 

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